Ein Highlight des heurigen Jahres fand heuer bereits im Februar in Wien statt: Das EU-Projekttreffen aller sechs europäischer Partnerorganisationen samt nationalen Projektpartner:innen. Mit Gartenpolylog gemeinsam konnten wir die Partner:innen von 25. – 27.2.2025 in Wien in der Planungswerkstatt begrüßen. Das Programm war vielfältig wie auch ambitioniert: Icebreaking Sessions, Workshops, internationale Fach-Inputs, Feedback Sessions und eine Tagesexkursion zu Orten der Kokreation und der Biodiversität.

25/02/2025 Nach zwei kreativen und sehr gelungenen Ice Breaking Sessions in der Planungswerkstatt im Stadtzentrum von Wien fand eine Präsentations-runde statt, bei der alle Partner die lokalen Fälle vorstellten und anschließend Fragen beantworteten. Zu Mittag waren wir in einem Wiener Restaurant um die Ecke in der Josefstädterstraße zum gemeinsamen Mittagessen. Am Nach-mittag beschäftigten wir uns in Gruppenarbeit mit der Rolle von Werten und Public Value im Detail und reflektierten unsere Projekte unter Berücksichtigung dieser Wertekategorien.
Hier auch einige Eindrücke vom 1. Tag des Treffens in der Planungswerkstatt:





Campus-Tour zu Biodiversität und Kokreation: Am 1. Tag konnten wir den Campus der Uni Wien in der Spitalgasse 2 besichtigen und von den vielen Projekten, Erfolgen und Kooperationen am Campus sprechen und diese auch sichtbar machen. Auch das Nachhaltigkeitsbüro der Uni Wien war beim Campus-Rundgang mit Fokus auf gemeinsames Gestalten im Kontext von Biodiversität dabei, was uns sehr gefreut hat! Es ging um unsere Projekte wie das Projekt Aufblühen – Biodiverser Campus Uni Wien (1) Maßnahmen wie die Sensenmahd, unsere Citizen Science Veranstaltungen und Forschung, stehendes Totholz (Habitatbaum), naturnahe Wiesen und Mischhecken sowie selbstgebaute Nistkästen Singvögel am Campus. Auch das Projekt Urbane Biodiversität am Narrenturm – Habitecture für Fledermäuse und Mauersegler (2) und die vielen Ersatzquartiere für Fledermäuse (13 Kästen) und Mauersegler (15 Kästen) konnten wir besuchen – dabei ist dieses Bild entstanden:

26/02/2025 Excursion day (Vienna, St. Pölten)
A) UBB-Campus: Wir besuchten den Campus und die Projektfläche des neuen Biologiegebäudes am Djerassiplatz 1, 1030 Wien und die Umgebung mit dem „Katzenwald“ der zu Netzwerk Natur gehört, dem Artenschutz- und Lebensraumprogramm der Stadt Wien. Die Flächen sind stark von invasiven Arten wie Ailanthus altissima, Buddleja davidii und Sceinakazien bewachsen. In unserem Projekt planen wir einige Exemplare zu entfernen. Außerdem haben wir vor heimische Hecken zu pflanzen. Auf dem Campus gibt es zudem die sehr seltene Art Salvia austriaca!
Öko Campus Wien ist Fallstudie in Wien im Projekt.
B) Biodiversitäts-Korridor aus Baumscheiben in Ottakring von Sarah Prehsler, die sie nachbarschaftlich und ehrenamtlich organisiert um das Nahumfeld ökologisch wertvoller zu gestalten. Wir besuchten auch das Parklett einer benachbarten Schule. Parklets sind Holzmöbel, die von der Stadt finanziert werden, um den öffentlichen Raum umzugestalten. Es gibt auch einige Anforderungen an die Bepflanzung, die man beachten muss.
C) SOLEKTIV (mit dem großen Sonnenpark St. Pölten)
Der Sonnenpark hat viele verschiedene Zonen und Lebensräume zu bieten und wird vom Verein Solektiv verwaltet. Markus Weidmann Krieger ist der ökologische Leiter des Sonnenparks und seit 25 Jahren auf dem Gelände tätig. Im Sonnenpark leben Biber, es wurden Gemeinschaftsgärten angelegt und es gibt eine spezielle ökologische Methode, die Markus auf dem Gelände anwendet, um die Artenvielfalt zu fördern und Schäden in den Ökosystemen auszugleichen, die durch den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt entstanden sind.
Philipp Hubmann ist der operative Leiter von Solektiv und hat die Co-Creation-Aspekte und die Geschichte von Solektiv als eine Fusion von Lames und Sonnenpark im Mobilen Stadtlabor erklärt, sowie den neu ausgebauten Gebäudetrakt des Vereines im Rahmen einer Begehung gezeigt.












27/02/2025 Morgens wurden die Fallstudien der Partner aus Griechenland (Athens Institute of Life Long Learning) und Portugal (Right Challenge) vorgestellt, danach gab es einen Fach-Input von der Stadtverwaltung Kopenhagen (Brigitte Kortegaard). Nach dem gemeinsamen Mittagessen setzten wir die Fallstudien-Präsentationen fort und sammelten Feedback für den Leitfaden, den die ungarischen Partner von GreenFormation im Projekt zeichnen.
Patricia Nahlik vom Green Campus (HTU Graz, Österreich) hat das Tool einer gemeinsamen WIKI-Seite vorgestellt, das für die Projekte nützlich sein kann und am Campus Graz der Organisation und Präsentation der ökolgisch relevanten Campusflächen dient: https://greencampus.wiki/index.php/Hauptseite.
Co-Creating Biodiversity:
Als Abschluss haben wir eine einfache Reflexion durchgeführt mit je einem Wort pro Person, das wir hier im Rückblick auf das Wiener Projekt-Treffen teilen:

Vielen Dank an unseren Partner Gartenpolylog, die mit uns gemeinsam das Projekt in Österreich umsetzen und das Treffen mit uns organisiert haben.
Das Projekt Co-Creating Biodiversity in Urban Areas wird von der Europäischen Union finanziert und von uns mit unserem Projektpartner Gartenpolylog in Wien umgesetzt sowie durchgeführt. Aktuelles zum Projekt gibt es auf unserem Instagram Account, sowie auf dem Instagram Account von Endangered Species Advocacy sowie der Projekt-Webseite von Co-Bio sowie auf der Homepage von Gartenpolylog.

Workshops und Diskussionen zu den Fallstudien im Projekt Co-Bio, 2025
Alle Fotos in diesem Beitrag: Isa Klee/ Öko Campus Wien.
Weitere hier genannte Projekte:
1 Aufblühen – biodiverser Campus Uni Wien Dieses Projekt wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert und von der Blühendes Österreich – BILLA gemeinnützige Privatstiftung kofinanziert. Es werden Kästen für Fledermäuse an Gebäude und Bäumen befestigt, um Fledermäusen Unterschlupf zu bieten. Zudem gibt es viele ergänzende Maßnahmen die am Campus für mehr Biodiversität sorgen – wie etwa eine Mischhecke, Blühflächen und insektenfreundliche Mahd mit Sensen.
2 Das Projekt Urbane Biodiversität am Narrenturm – Habitecture für Fledermäuse und Mauersegler wird von Isa Klee in Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum Wien, der Med Uni Wien, der BIG und der Universität Wien umgesetzt. Das Projekt wird vom Verein Öko Campus Wien etwa beim Streichen der Kästen aber auch beim Monitoring unterstützt, ebenso wie mit einer medialen Reichweite. Im Rahmen des Projektes werden 15 Mauersegler-Nistkästen in der Fassade der Gerichtsmedizin Wien integriert, sowie weitere 30 Ersatzquartiere für Fledermäuse am gesamten Campus inclusive dem Narrenturm installiert, um Lebensraumverbesserungen zu gewährleisten. Das Projekt beinhaltet zudem Monitoring und breite Öffentlichkeitsarbeit.
Das Projekt Urbane Biodiversität am Narrenturm – Habitecture für Fledermäuse und Mauersegler wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert und vom Verein Öko Campus Wien unterstützt.
